moria.de Michael's homepage Unser Haus Bad und WC Bad Umbau Teil 10

Auf dem Weg zum Mond

Bevor der Boden gefliest werden konnte, war es an der Zeit, die restlichen Teile des Ablaufs einzubauen. Der Ablauf von Kessel war zwar stark überteuert, aber eine durchdachte Konstruktion, die einfach einzubauen und auszurichten war.


Außerdem musste die Stufe noch verfliest werden.


Es hatte lange gedauert, bis das Bad so weit war: Kieselboden. Schon der erste Teil sah herrlich aus, war allerdings aufgrund der Form des Bodens mühsam zu legen. Ich benutzte vorhandenen Fliesenkleber für Feinsteinzeug, aber vermutlich wäre auch normaler Kleber geeignet gewesen.


Ich kaufte extra Stufenprofile, machte aber einen Denkfehler bei der Einbausituation, den ich erst bemerkte, nachdem das erste Profil zugeschnitten war - schade um das Geld, denn Stufenprofile sind recht teuer. Glücklicherweise fand sich unvermutet noch ein Rest der Fliesenprofile, denn einzig diese konnten passen. Der Rest war gefliest, die Stufenkante fertig zum Einbau.


Das Bad war fertig gefliest: Kieselsteine, so weit das Auge reicht. Merke: Kieselsteinmosaik macht keinen Verschnitt und die Fläche der Wanne hätte ich abziehen sollen. Vielleicht konnte man die überzähligen Fliesen irgendwann noch brauchen.


Nachdem der Kleber gut getrocknet war, verfugte ich den erhöhten Teil des Bodens und entfernte den falschen Randdämmstreifen, als die Fugenmasse anzog, so dass ich den Rand noch glätten konnte.


Fertig verfugt und mit Silikonfugen stellte ich die Fußbodenerwärmung wieder an. Kaum zu glauben, aber wahr: Nun trennten uns nur noch eine Grundreinigung des Bads und ein paar Tage Trockungszeit davon, die Dusche auszuprobieren.


Neugierig bedienten wir die Armatur, hörten Wasser fließen aber sahen nichts, und dann auf einmal verschwand der Ton und - es regnete flüssiges Licht aus der Brause und das so leise, wie wir es noch bei keiner Dusche hörten, Regen halt. Das Erlebnis war kaum in Worte zu fassen. Felsiger Boden unter den Füssen, richtig dicke glänzende warme Regentropfen, die durch das Licht unglaublich klar und rein strahlen, Sternenlicht ringsum und die Außenwelt verschwand einfach. Die noch unvollständige Akzentbeleuchtung zeigte schon, wie sie das Bad in ganz verschiedene Farben tauchen konnte und machte uns endgültig sprachlos.

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