Die Vorbesitzer entschieden sich, den Warmwassertank der Heizung
mitten auf die Wohnzimmerdecke zu stellen. Was bei dem kleinen Tank
nur eine schlechte Idee war, war bei dem neuen, großen Tank unmöglich.
Also musste der Estrich weg und ein Sockel für den neuen Tank an eine
geeignete Stelle hin.
Und wenn der Tank mal undicht werden sollte? Was im Keller nur lästig wäre,
könnte auf dem Dach teuer enden, also besorgte ich eine Leckagewanne,
die erstaunlich günstig war. Angeblich machen manche Versicherungen Ärger,
wenn man keine hat, aber soweit wollte ich es gar nicht erst kommen lassen.
Die alten 15-er Heizungs- und Wasserrohre waren bei 40m
Länge einfach zu eng und die C-Schienen boten nicht genug Platz für
dickere Rohre. Sie zu verlängern oder gar neue zu kaufen war mir viel
zu teuer, darum schnitt ich 30 Pfosten zu, verdübelte sie im Boden und
verschraubte sie an den Sparren. Dann noch 200 Stockschrauben und den
neuen Rohren stand nichts mehr im Weg.
Unsere Gastherme sollte in die Nähe des neuen Speichers umziehen, darum
baute ich mal wieder eine Ständerwand.
Weiß gewachst bekam man zum ersten Mal einen Eindruck, wie der Speicher
mal aussehen würde. Ich legte Strom, Außenfühler und Steuerbus der
Heizung ordentlich in Verteilerdosen, an die die alte Installation
provisorisch angeschlossen wurde.
Die Therme war schnell umgebaut, aber die Rohrleitungen kosteten viel
Zeit, damit alles auch ordentlich wurde. Tausend kleine Dinge, wie
ein Schutzrohr der Gasleitung, was nur vorgetäuscht, aber in Wahrheit
nicht vorhanden war, mussten in Ordnung gebracht werden und so verging
eine Woche ohne warmes Wasser.
Am Ende der Woche hieß es: Endlich wieder warmes Wasser, nun aus dem
neuen Speicher! Und die Fußbodenheizung? Es sollte noch eine Ewigkeit
dauern, bis der beste Installateur von allen endlich die hydraulische
Weiche montieren würde.
Endlich waren alle Pumpen, die hydraulische Weiche und der Mischer
vereint, aber das Leerrohr reichte nicht, um die Elektrik fertigzustellen.
Und so blieb die Fußbodenheizung mangels Anschluss der Pumpe weiter kalt.
Der neue Verteilerkreis ermöglichte endlich den gewünschten Volumenstrom,
aber das war für die Entlüftung zu viel. Ein Spirovent brachte Abhilfe.
Mit gedämmten und beschrifteten Rohren war die Anlage erstmal fertig und
arbeitete perfekt.