Gut vier Monate nach Beginn der Arbeiten: Das erste Fenster war eingebaut.
Mit einem Innenfutter sah es gleich viel besser aus. Ab jetzt konnte
man im Heizungsraum also lüften, wenn es nass wurde. Oder vielmehr da,
wo der Heizungsraum mal entstehen würde.
Als das erste Innenfutter zum ersten Mal gestrichen war, konnte
sich jeder vorstellen, wie der Dachstuhl aussehen sollte.
Ich wollte, dem Vorbild unseres Nachbarn folgend, zwei Fenster in
Dachmitte direkt unter dem First haben, die man elektrisch öffnen
konnte, um durch den Kamineffekt zu lüften. Schon beim Einbau
zeigte sich, wie gut das auch bei uns funktionierte.
Ein Dach ist der Gipfel eines Hauses, und wer schaut nicht gerne von
einem Gipfel herab. Nirgendwo ist der Himmel weiter als ganz oben.
Schon von Anfang an wollte ich im hinteren Teil des Hauses eine Plattform
unter dem First haben und als ich nach viel Mühe das erste Mal oben saß
und hinaus schaute, war es so wunderbar, wie ich es mir erträumte.
Als letztes wurde das Doppelfenster eingebaut. Es kostete mich einige
Zeit, das Innenfutter zu bauen.
Als der Müll entsorgt war, genossen wir das neue Dach. Der Speicher war nun hell, es zog nicht mehr und die Temperatur war angenehm. Der Gasverbrauch sank enorm und wäre da nicht der Estrich, könnte man glatt an den Wiederaufbau denken.