moria.de Michael's homepage Unser Haus Gäste-WC Umbau Teil 2

Abschied vom "Bauklo"

Ich baute das WC-Modul auf und schloss es gleich an die Abwasserleitung an. Stopfen drauf, Schluss mit Kanalgestank! Der Durchbruch wurde mit zwei Lüftungsrohren, zwei Leerrohren für Solarleitungen und zwei Leerrohren für Strom und Netzwerk gefüllt. Netzwerk?! Ganz recht, ich wollte die Möglichkeit für ein Webradio nicht versperren, wenn der Serverraum schon direkt darunter ist.


Die ersten Ständer wirkten noch etwas durcheinander, erinnerten uns aber schon an den ersten WC-Umbau. Wie so oft verbaute ich Holzreste aus anderen Projekten, dieses Mal allerdings ergänzt durch geschenktes Holz, das Freunde von uns übrig hatten. Unten, hinter den Rohren, verringerte ich die Wärmebrücke der Bodenplatte durch Innendämmung.


Teilweise beplankt und mit einem Test-WC sah die Sache schon besser aus. Über dem Fenster war der Zuluftanschluss für das Tellerventil abgeklebt, damit er nicht verschmutzt. Deutlich erkennbar ist auch die Aussparung für den Tuchspender. Das alte Waschbecken lag bereits im Keller.


Nur ein Stückchen der alten Fliesen mit den Dreckspuren des Waschbeckens erinnerten noch an den alten Raum. Die absolute Premiere für das WC: Ein Warmwasseranschluss! Die halbe Doppeldose brauchte ich, weil man in eine einfache Dose keinen Einsatz für eine Netzwerkdose hineinbekam.


Der Boden war bereits gedämmt, mit Randdämmstreifen versehen und abgeklebt. PU-Dämmung ist teuer, aber für eine geringe Aufbauhöhe optimal. Im Vergleich zum alten Verbundestrich machte das einen himmelweiten Unterschied im Wärmeverlust aus.


Mit dem Fließestrich war der Rohbau abgeschlossen. Unter dem WC ist es nicht etwa feucht, das ist nur ein Schatten.


Im Grunde war es nach all der Arbeit immer noch ein "Bauklo", wenn auch hübscher als vorher (für den Bauherren wenigstens). Allerdings konnte man darauf aufbauen.

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