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Die Küche

Unsere Küche ist nicht besonders groß, darum war es nicht ganz einfach, zu einem angenehmen Konzept zu finden. Ich bin kein Fan konventioneller Einbauküchen und mag Modulküchen lieber, weil sie lockerer und offener wirken, auch wenn sie weniger Stauraum bieten. Das Thema sollte "Nordseeküste" werden, allerdings keine Küche wie aus vergangenen Zeiten, sondern modern. Die prägnanten Farben sind weiß, ein sattes Blau, grau/Edelstahl und Birkenholz. Die großformatigen Feinsteinzeugfliesen am Boden sind abwechselnd diagonal gelegt, um den Raum nicht zu erschlagen. Die schieferartige Oberfläche ist gut zu reinigen, aber wirkt von Farbe und Struktur her wie Stein. Die Värde-Elemente von Ikea passen sehr schön dazu und die vielen Schubladen bieten genug Raum für die Dinge, die man im Alltag wirklich braucht. Auf Oberschränke wurde bewußt verzichtet, um die offene Atmosphäre nicht zu verletzen. Die halbhohe, blau gewachste Holzverkleidung und die mit weißer Strukturfarbe gestrichene Wand erzeugen unwillkürlich das typische Flair der Nordseeküste. Der Fliesenspiegel ahmt in seiner Form einen gemauerten Herd nach, das polierte Feinsteinzeug, der gebürstete Edelstahl und die Halogenbeleuchtung lassen allerdings keine Erinnerungen an Omas Küche aufkommen.

Von der Technik her wollten wir unbedingt verschiedene Stromkreise für verschiedene Steckdosen, damit Spülmaschine und Kaffeemaschine keinesfalls kollidieren. Bei einer Modulküche führt man keine Schläuche in den Unterschränken entlang, sondern muß Wasser- und Abwasseranschlüsse jeweils passgenau hinter den Möbeln haben, damit sie unsichtbar bleiben. Da wir wenig warmes Wasser brauchen, das dann aber verzögerungsfrei zapfen möchten, riet unser Installateur zu einem Kleinwasserspeicher, anstatt einen Warmwasseranschluß zu legen. Die Rechnung ging auf. Die zwei Seiten der Beleuchtung sind getrennt vom Eingang aus schaltbar. Küchentüren stehen meist auf, was Platz verschwendet, und sind selten breit genug. Wir nahmen die Tür heraus und verbreiterten den Durchgang noch ein wenig - eine Entscheidung, die wir später nicht bereuten.

Das ist das Konzept, aber um es zu verwirklichen mussten drei Schichten Fliesen runter, Strom und Wasser wurde neu gelegt und fast die ganze Küche wurde neu verputzt. Dazu kamen neue Fliesen für den Boden, eine halbhohe Holzverkleidung an die Wand und am Herd ein Fliesenspiegel: Einmal Rohbau und zurück.

Hier die ganze Geschichte in Bildern.