Wenn der Rohbau nicht mehr roh sein soll, sondern fein und glatt, dann
braucht er zum Beispiel Putz und jemand, der ihn aus dem Sack holt und auf
die Wand aufzieht. Zum Beispiel mich, weil wir nämlich keinen Putzer
fanden. Zunächst mit Kleinmengen und dem falschen Werkzeug bewaffnet,
lernte ich, wie Putz so reagiert und sich verarbeiten lässt, und wie nicht.
Der Schornstein war mein erstes Übungsobjekt.
Etwas mutiger geworden, versuchte ich mich an einer kleinen Wand, und
das inzwischen mit Glättkelle und Abziehprofil. Da die Fliesen ja mal
eben waren, ging die Arbeit ganz gut voran, denn es mussten eigentlich nur
Löcher gefüllt werden.
Und als die Abendsonne ein paar Tage später auf den frischen Putz der
großen Wand schien, war ich stolz wie Oskar.
Auch der Heizkörper fand seinen Weg zurück.
Einige Stellen, wo der Putz sehr dick ist, brauchten ewig, bis sie
trockneten. Aber wir hatten noch so viel andere Arbeit, dass das nicht
störte und niemand aufhielt. Da gab es zum Beispiel noch einen Graben
im Fußboden.