Ich sagte irgendwann am Anfang mal: "Da legen wir PVC rein, das langt."
Weil mir der Gedanke daran aber inzwischen zuwider war, sollten Fliesen
her. Darum musste zuerst die alte, teils lockere Kunststofffarbe
entfernt werden.
Mit etwas Abstand sah die Sache nicht besser aus, und zudem war der
Boden extrem uneben. Der Estrichleger bekam 1970 hoffentlich als Lohn
ein paar hinter die Löffel.
Hätte ich das von Anfang an bedacht, hätten wir nicht erst den Sockel
gegossen, sondern den Estrich entfernt und neu gelegt. Am Anfang war
ich jedoch noch sicher, auf der Bodenplatte zu stehen, denn schließlich
HATTE ich im alten Kühlraum den Estrich entfernt, und wer konnte ahnen,
dass darunter noch ein Estrich war. Aber jetzt half kein Jammern und
hätte-könnte-würde, jetzt musste halt weggestemmt werden, was zu viel
war, und ausgeglichen, was zu wenig war. Wen störten schon ein paar
Wochen Arbeit mehr, um danach fliesen zu können. Mich? Bloß, weil ich
das nicht recht bedachte? Nie.
Es gab da nur einen kleinen Haken: Ich legte noch nie Fliesen. Und
man sagt mir nach, ich hätte eine Tendenz zu unmöglichen Mustern. Also,
mit einem wirklich schlechten Boden und einem komplizierten Muster musste
man es doch eigentlich bestens lernen können - nicht wahr?
Fliese für Fliese ging es voran. Und Sack für Sack Kleber, der Boden
rächte sich bitter.
Und dann kam der Tag, an dem wir die beste Schneidemaschine von allen
brauchten, Tribut an das Muster. Und die schnitt wirklich klasse!
Insgesamt kostete der Serverraum zwei Scheiben.
Neben all den Randstücken brauchte ich nämlich noch über 80 Riemchen.
Es gab von der Fliesenserie keine, aber beim Feinsteinzeug ist das
auch kein Problem. Es kostete nur einen ganzen Samstag.
Das war der Lohn der Arbeit: Der neue Boden.
So baut man sich also aus einer vergammelten Waschküche und einem alten Kühlraum einen Serverraum, wo es sich angenehm arbeiten läßt und wo die Technik sich auch wohlfühlt.