moria.de Michael's home page Unser Haus Umbau 2004

Der Umbau 2004

2004 war das erste und härteste Jahr: Neben der ungewohnten körperlichen Arbeit kam nach der Urlaubszeit die Doppelbelastung, tagsüber zu arbeiten, und nach Feierabend ins Haus zu fahren, dort zu bauen, und zum Schlafen zurück zu fahren, hinzu. Bei alldem drängten die Umzugstermine. Irgendwie schafften wir es aber, wenigstens eine bezugsfertige Baustelle zu bekommen.

Mai

Unser erster Monat auf der Baustelle: Wir entmüllten das Haus, meldeten alles bei der Gemeinde an, und begannen damit, Tapeten, Teppich, Laminat und was sonst alles zu entfernen. Ich entdeckte, dass die Wasserrohre nicht mehr lange halten würden, und wir beauftragten einen Installateur mit der Erneuerung. Im Keller bauten wir den alten Kühlraum aus, der zusammen mit der alten Waschküche ein Serverraum werden sollte, und bestellten Telefon und DSL. Diverse Einbauschränke im Keller wurden auch ausgebaut, um einen Abstellraum in eine Waschküche zu verwandeln. Schliesslich begann ich, die Fliesen in der Küche wegzustemmen und lernte, mit einem Bohrhammer umzugehen.

Juni

Nach einem knappen Monat war ich körperlich dem Ende nahe, hielt aber weiter durch. Der Müllberg wuchs und wuchs, weil noch mehr Laminat und Teppich entfernt und auch die alte Dusche ausgebaut wurde. Ein Müllcontainer war schnell voll. Wir legten Fallrohre frei und das Haus wurde mehr und mehr von Tapete befreit. Alle Heizkörper wurden abmontiert, um die viel zu tiefen Nischen zu vermauern und Kevin, unser Installateur, begann, die Heizungsrohre unter Putz zu verlegen. Ich legte in der Küche Strom und Netzwerkkabel und Alexandra riss die Trennwand zwischen den Kinderzimmern heraus. Zum Ende des Monats baute ein Elektriker unsere Verteilungen neu, die Telekom schaltete Telefon und DSL - online! Schließlich wurde auch die erste Feuerschutztür in den Keller eingebaut.

Juli

So langsam gewöhnte ich mich an die körperliche Arbeit, aber jeden Tag nach Feierabend noch ins Haus fahren, arbeiten, und spät abends zurück in die Wohnung, um zu schlafen, war sehr belastend. Der Elektriker erledigte die restlichen Arbeiten, ich verlegte viele Meter Kabelkanäle im Keller, und Kevin wurde mit den großen Installateursarbeiten fertig. Ich lernte in der Küche, wie man Wände verputzt, und machte danach im neu entstehenden Serverraum weiter.

August

Jaja, der Serverraum. Ich legte Strom und verputzte die Wände fertig. Im Keller wurde die alte Dusche im Schwimmbad wieder flott gemacht - der Umzug drohte langsam, so fing ich an, Strom und Netzwerk im Wohnzimmer und in Alexandras Zimmer zu legen.

September

Ich legte Strom-, Netzwerk- und TV-Leitungen im Wohnzimmer fertig und begann mit Strom im Flur. Parallel begannen wir, meinen Umzug vorzubereiten, packten Kartons und transportierten diverse Dinge schon selbst. Leider musste meine alte Wohnung auch noch renoviert werden und die Zeit drängte. Schließlich und endlich schafften wir auch das, die Spedition kam, und ich zog um. Das Parkett in Wohn- und Schlafzimmer wurde abgeschliffen und neu versiegelt, und ich wurde erstmal richtig krank. Zu viel Streß? Keine Ahnung. Nun wohnte ich jedenfalls auf einer Baustelle. Die Küche bekam ein neues Fenster und der Monat war um.

Oktober

Ich legte im Schlafzimmer Leitungen, wir bereiteten den Garten für den Umzug von Alexandras Pflanzen vor und transportierten auch schon diverse Büsche. Küchenboden und Fliesenspiegel wurde gefliest und ich legte in Alexandras Zimmer Leitungen.

November

Der letzte Monat vor Alexandras Umzug: Ich legte in ihrem Zimmer immer noch Leitungen und wir transportierten noch mehr Pflanzen von ihrem alten Garten in unseren neuen Garten. Die Zeit drängte nun arg und wir holten und zur Renovierung einen Maler, der in diversen Zimmern Wand und Decke tapezierte und strich. Die Wandnischen im Flur und ihre Beleuchtung wurden fertig, ich baute in der Küche die Fensterbank ein und Alexandras Vater baute ein paar Rolladenkästen. Ich legte endlose Meter Netzwerkleitungen und schloss sie an, und begann schließlich zum Monatsende mit den letzten Arbeiten in der Küche, nachdem der Maler fertig war.

Dezember

Unter massivem Zeitdruck baute ich die Holzverkleidung in der Küche, und schaffte es am letzten Tag vor Alexandras Umzug, sie fertig zu bekommen. Unterdessen legte ihr Vater bei ihr Laminat - auch fertig. Die Spedition kam, das ganze Haus war nun voller Möbel und Kartons von uns beiden, nirgendwo konnte man mehr treten, aber: Das war's. Prinzipiell konnte man im Haus wohnen, nichts war richtig fertig, von uns abgesehen. Wir machten vorerst Baupause und feierten Weihnachten.