moria.de Michael's home page Unser Haus Umbau 2008

Der Umbau 2008

Dieses Jahr war mir nicht nach einer Baupause und so ging es Neujahr gleich weiter. Dieses Jahr wurde das Bad fertig und das Dach sollte umgebaut werden, aber wer konnte ahnen, dass ein Dachdecker das in fünf Monaten nicht annähernd schaffen würde.

Januar

Ich baute im EG die Stufenbeleuchtung der Kellertreppe, was endlos viel Stemm- und Einputzarbeit mit sich brachte. Außerdem flieste ich einen Teil der Wannenschürze und baute den Bodenablauf im Bad ein. Die Wurzelentzündung vom Dezember plagte mich immer noch und dazu legte mich eine Grippe für ein paar Tage lahm, so dass nicht mehr möglich war.

Februar

Nun war die Stufenbeleuchtung der Speichertreppe dran, ich stemmte die Schlitze für die Zuleitung und fertig eingebaut erleuchteten 14 wunderbare Wandeinbauspots die Treppe. Im Bad verfugte ich den Boden und stellte alle Silikonfugen her - fertig! Zudem baute ich die farbigen LED-Akzentleuchten. Schließlich packte ich auf dem Speicher mal wieder Mineralwolle in Säcke.

März

Ich entrostete den Träger im Treppenhaus und strich ihn, so sah es gleich freundlicher aus. In der Galerie im Treppenhaus legte ich Bodendämmung und Trockenestrich. Auf dem Speicher packte ich die restliche Mineralwolle in Säcke, bestellte den Container und wurde den Mist für viel Geld los; das Ende einer langen Arbeit. Wir räumten den Speicher komplett leer und schafften alles ins Schwimmbad. Unser Nachbar und ich klärten die restlichen Aspekte der Statik des Dachstuhls und damit war der Umbauplan fertig.

April

Ganz fertig? Nein, denn ein Träger auf dem Speicher war falsch eingebaut, zu kurz und an der falschen Stelle. Wir berechneten, wie es richtig gehörte und besorgten das Material aus dem Stahlhandel. Auch dieser Träger wurde entrostet und gestrichen. Der Zimmermann lieferte die Stützen für den Dachstuhl und wir bauten sie ein. Ich bereitete die Pfette für die nötige Verstärkung vor. Unser neuer Warmwasserspeicher wurde geliefert.

Mai

Ich versiegelte den Boden im Bad, damit er wasser- und schmutzabweisend wurde. Auf dem Speicher bauten wir noch ein paar weitere Stützen ein. Glücklicherweise fanden wir einen Schlosser, den uns kurzfristig den Stahlträger verschweißte und ich schleppte jede Menge Schutt vom Speicher zu unserem Nachbarn, wo er unter der zu betonierenden Treppe verschwand. Der Badheizkörper war schon wieder undicht, so wechselte ich ihn erneut aus. Schließlich baute ich den Sockel für die gekaufte Leckagewanne des Warmwasserspeichers und begann Angebote für das Dach einzuholen.

Juni

Ich baute die neuen Rohrhalterungen für den Umbau der Heizung auf dem Speicher, was 200 Stockschrauben kostete. Dazu entstand eine Ständerwand für den neuen Heizungsraum und ich baute die alte Elektrik auf dem Speicher zurück und verlegte alle elektrischen Leitungen für die Gastherme. Zudem strich ich ein paar Stützen, um zu sehen, wie sie weiß gewachst aussahen. Der Zimmermann baute die nötige Verstärkung der Pfette ein, damit war die Statik endlich in Ordnung.

Juli

Kevin und ich bauten die Heizung um. Eine Woche kein Warmwasser, aber dank der freundlichen Nachbarn kein Problem, deren Badezimmer wir benutzen konnten. Ich las viel über Aufdachdämmung, holte Angebote für Material ein und bestellte es. Eins war klar, das Dach würde finanziell eine Punktlandung werden, und zwischen verschiedenen Händlern gab es bis zu 100% Preisschwankungen. Wer Material über Handwerker kauft, bekommt den höchsten Preis, und den konnte ich mir nicht leisten. Schließlich und mit viel Theater wurde alles in letzter Minute geliefert.

August

Der Dachumbau begann. Ich nahm drei Wochen Urlaub, was lächerlich wenig war, weil der Dachdecker zu keinem Zeitpunkt die angekündigten Helfer hatte und das Wetter katastrophal schlecht war. Immerhin wurden drei der fünf Dachflächen mit Dämmung belegt, aber mehr nicht.

September

Es wurde weiter Wärmedämmung gelegt und die ersten Flächen wurden wieder eingedeckt. Das Wetter war unverändert schlecht und der Dachdecker war eine Woche auf anderen Baustellen - so ging es kaum voran. Ich verschalte innen einen Teil der Gaubendecke.

Oktober

Die letzten Dachflächen bekamen die Unterspannbahn. Das Material reichte nicht, im Angebot hatte der Dachdecker viel zu wenig berechnet. Der Lieferant betrog uns zudem um ein Paket Schußnägel, was wir zu spät bemerkten. Die Abgasführung der Therme wurde aufgebaut, die Sat-TV Leitungen verlegt und ich stellte fest, dass unser Antennenmast vom seinerzeit beauftragten Elektriker nicht geerdet wurde. Wenn man nicht alles selbst macht! Es wurde kalt, Kevin und ich bauten die Heizung fertig und alles funktionierte auf Anhieb.

November

Der Dachdecker legte die restlichen Flächen fertig, baute drei Fenster, die Kehle und einen Grat. In einem ganzen Monat nicht mehr? Nein, denn das Wetter war schlecht wie immer und seine Viertagewoche war auch nicht hilfreich. Ich baute die Innenfutter für die Fenster und wir verstärkten die andere Pfette.

Dezember

Es gibt nichts, was nicht noch schlechter geht. Zwei Tage erschien der Dachdecker gar nicht, dann schneite es und so wurde eine Woche ganz ohne Arbeit daraus. Er machte zwei weitere Grate fertig, mehr schaffte er im ganzen Monat nicht. Ich legte eine Potentialausgleichsleitung quer durch den Keller, um den Einbau des neuen Erders für die Antennenerdung vorzubereiten und baute die Träger für die Plattform im Speicher ein. Angeblich gab es keine Firstklammern für unsere Dachziegel, also suchte ich selbst und fand ein passendes Modell.