moria.de Michael's home page Unser Haus Umbau 2009

Der Umbau 2009

Eine Baupause zum Jahreswechsel wäre schön gewesen, aber mit über einem halben Jahr für den Dachumbau wollte ich keinen Tag länger als nötig auf die Fertigstellung warten.

Januar

Der Dachumbau lief so schleppend wie eh und je, aber diverse Dachfenster wurden eingebaut. Kevin war zwischendurch auch mal da, um die fehlenden Thermometer und einen Spirovent in die Heizung einzubauen.

Februar

Das Wetter ließ nur für wenige Tage Arbeit am Dach zu, aber da nur noch wenig zu tun war, wurde es trotzdem am letzten Tag des Monats fertig. Ich fing an, im Heizungsraum die Rohre zu dämmen und legte Strom für die Beleuchtung. Das Treppenhausfenster wurde ausgetauscht und ich begann die Innenfutter für die Aussichtsfenster am First zu bauen. Kevin kam vorbei und wir bauten den ersten Teil der Gasleitung für die Küche.

März

Ich baute die Innenfutter der Firstfenster fertig und die Holzreste reichten noch für die Innenfutter der Schreibtischfenster und für das Gästezimmer, aber nicht mehr für das WC. Nach langer Überlegung montierte ich einen weiteren Träger für die Plattform, um sie zu erweitern. Nach 10 Tagen Zittern ging der alte Warmwasserspeicher bei Ebay für einen guten Preis weg. Die Schnittreste der Dachdämmplatten füllten einen Container von 8 Kubikmetern bis zum Rand (warum waren Container bei uns immer randvoll?); so langsam verschwanden die Spuren des Umbaus. Nach ein paar Monaten TV-Abstinenz richteten wir die Sat-Antenne aus und hatten wieder Fernsehen - wenigstens die Hälfte der Freude war, dass die neue Verkabelung sowie neuer LNB und Multischalter korrekt arbeiteten.

April

Der Sat-Antenne folgte eine UKW-Antenne und so lieferten die 2004 mit als Erstes gekauften Vierlochdosen nun auch Radio. Ich schloß den Rolladen im Heizungsraum an und er funktionierte auf Anhieb. Die Metalldübel zur Befestigung der Gasleitung für die Küche kamen ebenfalls und ich bereitete alles vor. Da es bereits das erste Gewitter des Jahres gab, kaufte ich das restliche Material für den Überspannungsschutz der Antennenleitungen und baute alles ein, was erfreulicherweise keine messbare Dämpfung des Signals verursachte. Ich nahm eine Woche Urlaub, bestellte einen Container und machte mich an den Rückbau des Estrichs auf dem Speicher. Schließlich wurden es zwei Container und ich schaffte es in der Woche nur dank Unterstützung, aber der Dreck des Dachumbaus und der Estrich war weg. Der Sommer rückte näher und ich baute den elektrischen Fensteröffner in ein Firstfenster ein, um warme Luft am höchsten Punkt des Hauses zu entlassen.

Mai

Kevin installierte die Gasleitung zur Küche und baute einen Strömungswächter in die Hauptzuleitung ein. Die Erkenntnis des Monats: Glasdübel funktionieren nicht so, wie sich mancheiner es denkt. Wenn die Gewindestangen nicht wie vorgeschrieben mit dem Bohrhammer eingedreht werden, vermischen sich Binder und Härter nicht richtig und die Sache hält nicht. Zum Glück funktionierte Injektionsmörtel, um das Fußholz besser zu befestigen. Das Fußholz einer Stütze war beschädigt und lose, ich reparierte es und befestigte es mit Mauerankern. Und das Highlight des Jahres (für Frauen): Fußleisten im Wohnzimmer! Ich lackierte einen Teil der Gasleitung gelb und isolierte weiter Rohre auf dem Speicher.

Juni

Ich begann hinter dem Haus eine Bodenwelle abzutragen, verfüllte den Boden in die Baugrube unseres Nachbarn, dem dort noch Boden fehlte, und machte das erste Kiesbeet am Haus neu. Ich bekam auf Ebay gerade günstig etwas Grundierung und Dekorwachs und schliff, spachtelte, grundierte und wachste auf dem Speicher sechs Fensternischen. Außerdem dämmte ich weiter Rohre. Im Treppenhaus wachste ich die Gaubendecke und brachte Ziersparren an. Der Herd ging kaputt, so baute ich ein neues Gaskochfeld und einen neuen Backofen ein. Was wie ein Sommer begann, endete in Dauerregen und darum ging es mit dem Abtragen der Bodenwelle nicht weiter.

Juli

Ich legte auf dem Speicher weiter Strom, um irgendwann auch das zweite Fenster zu motorisieren. Eine schreckliche Erkenntnis: Ein Regensensor braucht, anders als alle anderen Dinge von Velux, bis zu vier Adern für den Anschluß! So entfernte ich von einer Fensternische ein Brett und legte eine extra Leitung nach außen. Das Wetter wurde immer schlechter, darum zog ich die Motorisierung des zweiten Fensters samt Regensensor für die Steuerung vor. So konnten wir lüften, ohne bei einem Regenguss rennen zu müssen. Das Ventil des Rückspülfilters ging nach nur fünf Jahren kaputt, soviel zum Thema Fachhandwerk - den nächsten Filter kaufe ich im Internet, dann kostet er wenigstens nicht so viel! Dafür wurde ich mit der Bodenwelle hinter dem Haus fertig, nun fehlte nur noch das neue Kiesbeet.

August

Ich bekam mal wieder Dekorwachs auf Ebay und strich das Innenfutter des Doppelfensters auf dem Speicher. Außerdem schaffte ich ein paar Meter Rohrisolation, die bis zur Heizsaison komplett fertig werden sollte. Stück für Stück baute ich das Waschbecken für das WC weiter. Im Garten schaufelte ich weiter Erde, um die Kiesbeete tiefer zu legen und den Boden zu planieren. Ende August säte ich Rasen, damit der begradigte Teil bis zum Winter wieder grün würde, und wir bestellten die neue Haustür.

September

Ich bestellte nochmal Material und dämmte weiter Heizungsrohre, um am gleichen Tag fertig zu werden, wo die Heizung das erste Mal nach dem Sommer wieder gebraucht wurde. Außerdem baute ich das Waschbecken fertig und brachte es an. Es sah so schön aus, dass ich gleich noch einen Spiegel besorgte. Der Türenbauer kam zum Aufmaß der neuen Haustür vorbei. Im Gäste-WC baute ich das alte Fenster aus.

Oktober

Ich stellte im Gäste-WC die Wandöffnung für die neue Verglasung der Tür her und brachte einen neuen Briefkasten an, denn die neue Tür sollte keinen Briefschlitz mehr haben. Die Heizung bekam eine Hocheffizienzpumpe, um etwas Strom zu sparen. Ich begann damit, das Treppenhaus zu spachteln und vorzustreichen, damit es zum Jahresende hübscher wurde. aussah.

November

Ich stellte im Treppenhaus den Voranstrich fertig, nun sah es schon nicht mehr nach Baustelle aus. Wir holten Holz und ich baute das Innenfutter für das letzte Dachfenster. Im Gäste-WC stemmte ich an einer Wand die alten Fliesen weg, wie gewohnt in millimetergroßen Stückchen. Nach inzwischen einem Vierteljahr war noch nichts von der bestellten Haustür zu hören, aber da es drohte kalt zu werden, riss ich die Verkleidung neben der alten Haustür ab, verschloß die Fensteröffnung mit Holz und Folie und verputzte die Wand, bevor es zu kalt dafür wurde.

Dezember

Unser Türenbauer meldete sich, nachdem die Lieferfrist inzwischen schon locker einen Monat überschritten war und kündigte an, Ende Januar und damit 5 Monate nach Bestellung liefern zu können. Ja hallo, geht's noch? Klar geht's, denn der versprochene Rückruf fand nicht statt, und nach Theater sollte es dann der 11. Januar werden. Den Auftrag für das neue Garagentor kriegt mit Sicherheit wer anders. Dafür war Kevin mal wieder da und wir bauten die neue Hauswasserstation und die Nachfüllstation für die Heizung ein. Da es richtig kalt wurde, klebte ich außen Styrodurplatten vor die WC-Wand - eigentlich sollte die gedämmte Verkleidung der neuen Haustüranlage ja längst montiert sein. Auf dem Speicher legte ich Strom und schloß die ersten beiden Leuchten für den Abstellraum an. Wieviel ging noch bis Weihnachten? Ich orderte eine gute halbe Palette feuerfeste Gipskartonplatten und stellte die ersten Trockenbauwände für die Abstellräume und den Heizungsraum. Die Fensterbänke für das Treppenhaus wurden geliefert und ich baute sie direkt ein.