moria.de Michael's home page Unser Haus Umbau 2010

Der Umbau 2010

Mir war nicht nach einer Baupause, vielmehr arbeitete ich um die Jahreswende täglich am Haus, um sichtbare Fortschritte zu bekommen.

Januar

Ich baute Wände und Decken der Abstellräume fertig, legte Strom, montierte Leuchten, schloß sie an und glich im ersten Raum den Boden aus. Vor der Haustür stemmte ich die Platten weg, um Platz für die neue Tür zu bekommen. Erfreulicherweise erschienen die Türbauer auch zum festgelegten Termin, aber sie hatten für die Seitenteile das falsche Glas dabei und konnten die Vorsatzstollen nicht anbringen, weil es zu kalt für den Kleber war und beim Aufmaß die Klingel nicht beachtet wurde, die ich nun versetzen musste. Aus dem Grund bestellte ich erstmal eine neue Klingel. Die veränderte Einbausituation bei der neuen Tür ergab eine Wärmebrücke, die ich mit viel Aufwand beseitigte - endlich ein warmer Eingang! Am letzten Tag des Monats verspachtelte ich eine Wand im Gäste-WC.

Februar

Ich bestellte die Estrichdämmung für die Abstellräume und staunte nicht schlecht über den erneuten Preisanstieg in unserer Bananenrepublik. Nachdem ich Netzwerkdosen besorgte, konnte ich die ersten zwei Leitungen zum Speicher anschließen. Die neue Klingel wurde auch geliefert, ich baute die LED-Beleuchtung dafür, die alte Klingel aus und die neue Klingel an einem anderen Ort ein. Außerdem wurde die Solarstation schon an den Speicher angeschlossen und die Dachhaken wurden geliefert. Am ersten lauen Samstag des Monats legte ich eine Leitung nach draußen und schloss die erste neue Außensteckdose an - direkt danach wurde es wieder eiskalt.

März

Die falsche Verglasung neben der Haustür wurde ausgetauscht und der Zierrahmen angebracht, damit war sie 6 Monate nach Bestellung fertig eingebaut. Ich baute im Serverraum ein zweites Rack auf, strich mal wieder eine Gasleitung und arbeitete weiter am Prototyp des Waschbeckens für das Bad. Mitte des Monats hörte der Frost auf und ich brachte die zweite Außensteckdose an. Im ersten Abstellraum begann ich damit, den Boden zu bauen. Schließlich öffnete ich im Schlafzimmer den Rolladenkasten, um den defekten Rolladen zu reparieren, was damit endete, dass ich wegen mehrfacher Defekte alles bis auf die Panzer austauschen musste. Gleichzeitig baute ich eine erheblich bessere Dämmung ein - drei Tage Arbeit, 1 W/K gespart.

April

Die Bereitschaft hielt mich eine Woche erfolgreich von der Arbeit am Haus ab; ich machte gerade mal abends die Fugen unter einer Fensterbank, die seit dem Einbau der Bank vor ein paar Jahren ruiniert waren und nutzte einen sonnigen Feierabend, um das erste Mal dieses Jahr den Rasen zu mähen. In der zweiten Woche legte ich los, grundierte im Heizungsraum den Boden, glich ihn aus und baute im ersten Abstellraum und im Heizungsraum den Trockenestrich. Die Dämmplatten für den Traufbereich wurden geliefert. Schließlich machte ich einen Termin mit dem Steinmetz für ein Angebot von Treppenstufen aus, aber typisch Handwerker wurde er in letzter Minute abgesagt und einen neuen Termin gab es nicht.

Mai

Ich telefonierte hinter einem Elektriker her, aber der moderne Handwerker macht keine Termine mehr, sondern entscheidet spontan. Das klappte im dritten Anlauf und unsere neuen Außensteckdosen wurden mit extra FI-Schalter und Sicherung angeschlossen. Der Metallbauer kam auch spontan vorbei und machte einen Vorschlag für ein wunderschönes Geländer. Alexandra und ich flickten im Windfang Tapete an, um die Spuren des Türentauschs zu verbergen und im Schlafzimmer, um den Rolladentausch abzuschließen und ich strich beide auch gleich. Der Dachdecker kam termingerecht vorbei und brachte die Dachhaken für die Solarkollektoren an, was überraschend gut klappte. Kevin war auch wieder da und wir bauten die Haustechnik für den Solarkollektor fast fertig. Das Holz für die Verkleidung des Dachüberstands wurde geliefert und ich strich die ersten Quadratmeter. Man sollte sich nicht zu früh freuen, denn der Dachdecker ließ zwei Termine platzen und dichtete die Dachhaken wochenlang nicht mit Blei ein, gewscheige denn am Dachüberstand zu arbeiten. So machte ich mich selbst daran, den Dachüberstand zu dämmen und bestellte einen anderen Dachdecker, der in einer Stunde alles mit Blei eindichtete.

Juni

Unser Nachbar und ich machten uns an die Arbeit, die ersten Seiten des Dachüberstands wieder mit Holz zu verkleiden, aber das ständige Regenwetter war ein großes Hindernis. Der Metallbauer baute uns ein schönes Geländer für die Außentreppe, termingerecht und in bester Qualität - solche Ausnahmen unter den Handwerkern gibt es noch!

Juli

Eine große Hitzewelle verhinderte jegliche schwere Arbeit. Ich fing mit der Aufständerung des Solarkollektors an und machte die Elektrik für den Anschluss der Solarregelung und der Fühler. Mitte des Monats kühlte es sich ein wenig ab, ich fuhr mit der Dämmung des Dachüberstands fort und unser Nachbar half mir mit der Holzverkleidung.

August

Es regnete sehr viel und alleine kam ich mit dem Dachüberstand nicht weiter, darum verlegte ich eine neue Stromleitung für die Beleuchtung der Terasse. Ich entschied mich, die Solaranlage anders als ursprünglich geplant von Anfang an mit zur Heizungsunterstützung zu nutzen, also besorgte einen Wärmetauscher und bereitete alles für seinen Anschluss vor. Die Bereitschaft versaute mal wieder alle Pläne, aber am Geburtstagwochenende war das Wetter günstig, es ging mit dem Dachüberstand weiter und die Aufständerung für die Solarkollektoren konnte auch montiert werden. Nachdem wir uns auf ein Waschbecken für das Bad einigten, konnten wir es auch kurzfristig bekommen und direkt die Steinplatte dafür bestellen. Dafür sagte der Installateur kurzfristig ab, der weiter an der Solaranlage arbeiten sollte.

September

Die Entdeckung des Monats: Über der Terasse war der Dachüberstand überraschenderweise nicht wie überall sonst mit Heraklith gedämmt, d.h. hier waren nur 16 cm nackter Beton zwischen dem Dachgeschoss und der Außenluft! Die Dämmung würde hier also erheblich mehr bringen als berechnet und die bisherige Wärmeverlustrechnung war an dieser Stelle falsch. Kevin kam vorbei und wir legten Warmwasser in die Küche, tauschten den Kleinspeicher und die Armatur aus und bauten an der Solaranlage weiter. Mitte des Monats wurde ich mit der Dämmung des Dachüberstands fertig. Erfreulicherweise brachte sie mehr als erwartet, so dass die Heizung vorerst aus blieb. Gegen Ende des Monats war das Holz zur Verkleidung alle, leider fehlten noch ein paar Bretter, um die Terasse fertig zu bauen. Der Dachdecker kam pünktlich vorbei und montierte die Solarkollektoren ohne Probleme auf das Dach.

Oktober

Ich baute die Terassenbeleuchtung fertig und montierte im Bad den Waschplatz. Das wunderbare Wetter zum Monatsanfang täuschte nicht darüber hinweg, dass es Herbst wurde, d.h. der Garten musste winterfertig werden. Trotzdem schafften wir es mit vereinter Hilfe unserer Nachbarn und des Installateur noch, die Dachdurchführungen für die Kollektoren zu bauen und den Fühler anzuschließen. Als wir die Anlage fertig hatten, schien natürlich erstmal keine Sonne mehr, aber zwei Tage später kam die Sonne zurück und bis Monatsende leistete die Anlage noch 55 kWh. Als unser Nachbar gerade einen Schuttcontainer hatte, nutzte ich die Chance und fing mit dem Umbau des Gäste-WCs an, indem ich erstmal das alte Klo und den Estrich entfernte und danach den Durchbruch in den Keller machte.

November

Ich montierte das WC-Modul, schloss Abwasser an, legte alle benötigten Leitungen durch den Durchbruch und verschloss ihn wieder. Danach ging es mit dem Trockenbau im WC los. Wie sich zeigte, brauchte die Garage für das neue Tor eine neue Schwelle, also stemmte ich die alte Schwelle heraus und staunte über zwei Bütten Schutt. Unser Nachbar und ich betonierten dann die neue Schwelle.

Dezember

Ich arbeitete weiter im Gäste-WC und dämmte die neuen Solarleitungen, die Kevin noch fix einbaute. Damit waren die Installationsarbeiten dort beendet, mehr passte auch nicht hinter die Vorwand. Ende September wurde nach Aufmaß der Auftrag für das Garagentor bestätigt und die Lieferfrist sollte 6-8 Wochen dauern, aber handwerkererfahren unterstellten wir die übliche Lüge und behielten Recht: Es dauerte ein paar Wochen länger. Wir bauten das alte Tor bei Schnee aus und freuten uns über das schöne neue Tor und Handwerker, die den zu späten Termin immerhin ohne weiteren Aufschub pünktlich einhielten, guter Dinge waren und gute Arbeit machten. Nun war nur noch die Lücke über dem neuen Tor zu schließen, die wir zugunsten der Normhöhe in Kauf nahmen. Das Wetter gab mir ein frostfreies Wochenende und ich brachte Styroporplatten an - Garage dicht! Für die Torlaibung reichte die Zeit leider nicht mehr, schon fror es wieder. Kurz vor Weihnachten legte ich noch diverse Leitungen im Gäste-WC.