moria.de Michael's home page Unser Haus Umbau 2011

Der Umbau 2011

Nachdem ich im Herbst 2010 kündigte, genoss ich einen bereitschaftsfreien Jahreswechsel, denn ich nahm meinen Jahresurlaub. Befreit las ich immer einen halben Tag etwas für die neue Stelle und baute einen halben Tag - der beste Jahresbeginn seit langer Zeit.

Januar

Ein paar wenige milde Tage am Anfang des Jahres boten die Gelegenheit, die Laibung des Garagentors zu dämmen und Zargenanschlüsse luftdicht anzuschließen. Im Gäste-WC ging die Arbeit leicht von der Hand und so gab es rasante Fortschritte: Ständerwände beplanken, Decke abhängen, Boden ausgleichen und Licht legen. Dämmstoffkönig lieferte pünktlich wie immer und Ende des Monats bauten wir den Estrich ein.

Februar

Die neue Stelle begann sehr anstrengend und so baute ich die ersten Wochenenden nichts, sondern schlief nur aus. Gegen Ende des Monats wurde es etwas besser und ich baute die Deckenbeleuchtung im Gäste-WC. 130 LEDs waren viel Arbeit, ergaben aber eine günstige und bei Defekten reparable Hintergrundbeleuchtung. Danach grundierte ich Boden und Wände und spachtelte die alten Fliesem im Bereich des Spiegels mit Epoxydharzmörtel ab - fertig zum Fliesen!

März

Das bestellte Material wurde zügig geliefert und so begann ich, das Gäste-WC zu fliesen. Das erste regen- und frostfreie Wochenende nutzte ich, um die Verschalung der überdachten Terasse fertigzustellen, zu der ich letztes Jahr nicht mehr kam. Danach hiess es fast jeden Abend Fliesen schneiden oder kleben.

April

Ich wurde mit den Wandfliesen fertig und verfugte die Wände. Das Wetter wurde besser, darum unterbrach ich die Arbeit, um den restlichen Putz von der Garage zu entfernen. Ostern brachte den Sommer und mir die Zeit, die ersten Dämmplatten an der Garage zu kleben und zu verputzen. Leider waren sowohl Platten als auch Kleber bei Hornbach alle, darum blieb es beim Anfang. Aber ein Haus bietet immer Alternativen, darum bewegte ich mal wieder einige Schubkarren Erde im Garten, auf dass die Hügellandschaft irgendwann plan würde.

Mai

Ich baute die Steuerung der solaren Heizungsunterstützung ein und montierte die Stellantriebe. Die Basaltplatten für die Treppe wurden geliefert, aber natürlich entgegen mehrfacher Zusage ohne Absprache, so dass ich zum Feierabend 3 Tonnen Basalt vor der Garage fand, die ich selbst hineinschleppen musste. Als das geschafft war, stemmte ich am Eingang die alten Platten weg und dichtete den Anschluss der Haustür ab. Ich brachte weitere Dämmplatten an der Garage an und verputzte sie. Am 23. Mai schaffte unsere Solaranlage ihre erste MWh und die Heizungsunterstützung wurde weiter gebaut, indem der Wärmetauscher fertig eingebunden wurde.

Juni

Die Heizungsunterstützung wurde unfreiwillig getestet, weil ich nach Fertigstellung die Thermostate im EG nicht zudrehte und abends das Haus warm war. Immerhin, die Lösung funktionierte. Ich verputzte die Torseite der Garage fertig und war sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Nachdem unser Nachbar und ich letztes Jahr viele Granitplatten für seine Treppe schnitten, stellten wir beim ersten Versuch für unsere Treppe fest, dass Basalt erheblich weicher ist und sich besser schneiden läßt. Leider ist er aber noch schwerer als Granit. Pfingsten begann ich, die Plattform vor dem Eingang zu legen. Der typisch deutsche Sommer hielt Einzug, eine Mischung zwischen Aprilwetter und dauerhaftem Regen, was die Arbeit sehr erschwerte. Zum Ende des Monats klebte ich die ersten Verblender der Stufen vor der Haustür, die einzigen drei Stufen, die in 40 Jahren nie fertiggestellt wurden.

Juli

Der erste Samstag im Juli war ausnahmsweise regenfrei, also arbeitete ich an der Treppe, bis ich nicht mehr konnte. Leider wurde das Wetter immer schlechter und ich kam kaum noch voran. Vor Verzweiflung dämmte ich die Zirkulationsleitung und baute am Waschtisch für das Gäste-WC weiter. Ende des Monats gab es nochmal einen regenfreien Samstag, an dem endlich die erste Plattform der Treppe betoniert wurde und ich eine weitere Stufe baute.

August

Der August brachte mir den ersten Urlaub nach der Probezeit beim neuen Arbeitgeber und der fing mit viel Regen an. Ich stellte fest, dass auch bei der zweiten Plattform der Treppe vor 40 Jahren geschlampt wurde, so dass sie neu betoniert werden musste - im überraschend einsetzenden Regen. Die folgende heftige Erkältung versaute den Urlaub und die restlichen Tage sanierte ich die restlichen Stufen, deren Unterbau samt und sonders bröselig und mürbe war. Die Jahresabrechnung unseres Energieversorgers war immerhin ein Lohn für viel vergangene Arbeit, wies sie doch mit ca. 23000 kWh Gas nur noch gut die Hälfte des einstigen Verbrauchs aus.

September

Das erste Wochenende war heiss und schwül, aber immerhin weitgehend trocken, so dass ich die nächsten Platten schneiden und legen konnte. Unglaublich, aber wahr: Der Sommer kam zurück. Und so wurde ich mit den Platten der Treppe fast fertig.

Oktober

Am ersten Wochenende legte ich bei bestem Sommerwetter die restlichen Platten der Treppe. Inzwischen war auch schon der größte Teil verfugt und behandelt. Das Ergebnis sah toll aus. Wann immer das Wetter es zuliess, reparierte ich lose Steine in der Mauer und legte Platten für die Mauerabdeckung, teilweise schon bei Dunkelheit, denn die Sonne ging jeden Tag früher unter. Als es kälter wurde, baute ich da am Gäste-WC weiter, wo ich im Frühjahr aufhörte.

November

Ich schnitt aus den alten Platten Riemchen für die Sanierung der Gartentreppe im nächsten Jahr, fertigte noch etliche Meter Platten für die Mauerabdeckung an und machte die Schneidemaschine dann richtig sauber, um sie bis zum Frühjahr wegzustellen. So mildes Wetter bis in den November hinein war alles, was man sich wünschen konnte, und so reichte es sogar noch für ein paar Gartenarbeiten, um die Spuren der Sanierung von Treppe und Mauer zu beseitigen. Außerdem besorgte ich eine neue Außenleuchte für die Treppe und baute sie für LEDs um. Endlich wieder Licht!

Dezember

Das gute Wetter erleichterte die Arbeit draußen immer noch sehr und so schnitt ich den Baum vor dem Haus weiter zurück, mit dem Ziel ihn im Frühjahr los zu sein, damit er die Mauer nicht noch weiter beschädigte. Neben der neuen Treppe wurde als Abschluss der Baustelle Rindenmulch gestreut und ich begab mich zur Arbeit wieder ins Haus, wo ich ein Fenster in die Tür zur Waschküche einbaute, damit der Kellerflur tagsüber etwas Licht bekam, und die Tür abschliff. Außerdem bekam das Gäste-WC ein Deckensegel und damit sah die Decke nicht mehr nach Baustelle aus.