moria.de Michael's home page Unser Haus Umbau 2012

Der Umbau 2012

Im Januar 2010 genoss ich den Resturlaub nach meiner Kündigung und mir war darum nicht nach einer Baupause. Ende 2011 hatte ich 11 gute Monate im neuen Job hinter mir und ebenfalls keine Lust auf eine Baupause.

Januar

Neujahr nachmittag strich ich den Flur vor der Waschküche, was schon länger nötig war, aber die bald fertig renovierte Waschküchentür sollte nun ein passendes Umfeld haben. Im Esszimmer baute ich die Tür aus und in umgekehrter Richtung wieder ein. Der Baum vor dem Haus wurde weiter gekürzt mit dem Ziel ihn im Frühjahr los zu sein, weil er die Mauer umzudrücken droht. Ich renovierte in der Waschküche die arg mitgenommene Tür, die zudem ein Fenster bekam. Ende des Monats flieste ich den Boden im Gäste-WC, montierte das WC und die Drückerplatte.

Februar

Ich schnitt den Baum weiter, renovierte die Tür zum Gäste-WC und verpasste ihr ein WC-Schloss. Der Waschtisch wurde eingebaut, die Armatur auch, aber die Beschaffung eines Raumsparbogens für das Siphon wurde zum Problem, was sich nur im Internet lösen liess.

März

Ast für Ast fällte ich den Baum - geschafft! Das Gäste-WC bekam einen funktionierenden Waschplatz und die Sensorarmatur funktionierte bestens, wenn auch ungewohnt. Als das Wetter wieder frostfrei wurde, reparierte ich die restliche Mauer vor dem Haus und begann damit, die Mauerabdeckung herzustellen. In der Küche baute ich einen Teil der Beleuchtung auf LED-Spots um.

April

Ab jetzt wollte der Rasen wieder regelmäßig gemäht werden und das Wetter tat alles, um das zu verhindern. Ich sanierte die Esszimmertür. Dann verlegte ich die Klingel an einen anderen Ort, um die Abbruch eines Stückchens Wand vorzubereiten (stemmen, Leitung einputzen, tapezieren, streichen), riss die Wand ab und verputzte die Abrisskante. Am letzten Wochenende des Monats regnete es nur ein wenig und ich legte weiter Platten der Mauerabdeckung.

Mai

Das Wetter wurde schlechter und schlechter. Ich tapezierte die verputzten Stellen im Esszimmer, sanierte die WC-Tür und stemmte den Estrich für die Garderobenwand weg, wobei mir der Bohrhammer abrauchte. 5 Jahre härtester Einsatz, da kann man nicht meckern, wenn's keine Hilti war. Zwischen ständigen Schauern setzte ich vor der Haustür LED-Spots in den Dachüberstand ein und schloss sie an den Bewegungsmelder an - endlich abends Licht vor der Haustür. Zum Ende des Monats wurde es hochsommerlich und ich legte die letzten Mauerabdeckungen an der Treppe. Im Keller war ein feuchter Flech an der Wand, also schachtete ich außen am Haus unter der Treppe aus und fand heraus, dass der Bitumenanstrich schon im Erdreich endete.

Juni

Ich grub weiter unter der Treppe, weil ich neben dem neuen Anstrich gleich noch den Sockel dämmen wollte, aber das Wetter wurde herbstlich, darum ging es mit dem Bau der Garderobe weiter. Erst zum Monatsende gab es einen trockenen Samstag, an dem ich die Mauer vor dem Haus zu reparieren begann.

Juli

Ich nutzte das anfänglich gute Wetter, um das Loch unter der Treppe abzudichten und zu dämmen. Nach wenigen Tagen kam der Herbst zurück, aber zum Monatsende wurde es wieder trocken und ich reparierte weiter die Mauer vor dem Haus.

August

Die steten Schauer wurden zum echten Problem. Ich fing aus Verzweiflung an, die Badtür zu sanieren und nutzte einen günstigen Moment nach ein paar wenigen trockenen Tagen, um unter der Eingangstreppe weiter die Wand abzudichten und zu dämmen, nur um nach wenigen Stunden vom Regen vertrieben zu werden. Dann kam die große Sommerhitze mit 35 Grad im Schatten und ich baute die letzten Dämmplatten unter der Treppe ein, legte die Noppenbahn und fing mit Verfüllen an.

September

Der September begann mit strahlender Sonne bei perfekten Arbeitstemperaturen, ich nahm Urlaub für den ersten Teil des Umbaus von Eingang und Esszimmer und bekam prompt eine Erkältung. Dennoch legten wir Rohre für den Heizungsanschluss des neuen Ofens und räumten das Esszimmer aus. Der Fensterbauer montierte das neue Fenster, ich dämmte den Rolladenkasten und stemmte den kaputten alten Estrich weg. Mit dem Schutt der Treppe vom letzten Jahr waren es mal wieder 12 Kubikmeter Bauschutt - Ende des Urlaubs. Das Wetter blieb gut und so sanierte ich noch ein paar Meter Mauer vor dem Haus und stellte die neue Mauerabdeckung her.

Oktober

Das Wetter begann gemischt, also legte ich wieder ein paar Platten der neuen Mauerabdeckung und glich in der Garderobe den Boden aus. Eine unerwartet sommerliche Woche liess mich den Rest der Mauer sanieren und noch sehr viele Platten legen. Der Ofenbauer setzte den Ofen und der Steinmetz die neue Fensterbank des letzten Monat erneuerten Fensters.

November

Die Trocknungszeit des Ofens war herum und wir begannen mit dem Trockenheizen. Ich verlegte in der Lounge Licht und fluchte sehr über die dämlich konstruierten Einbauleuchten. Mit Einbaurahmen 60 Euro das Stück, aber nicht unmodifiziert zu montieren. Wenigstens war das Licht schön. Ich bestellte den Trockenestrich und natürlich wusste bei der Spedition keiner mehr, dass der Liefertag einen Tag vorher anzukündigen sei, so dass ich mittags ungeplant von der Firma nach Hause fahren musste.

Dezember

Ich legte Trockenestrich und plante das Fliesenmuster. Die Heizungsrohre am Ofen wurden verkleidet, die Wandschlitze verputzt, und alles gespachtelt und vorgestrichen. Die Suche nach Bodenfliesen war nicht leicht: Ein Muster von Villeroy & Boch war von enttäuschend schlechter Qualität. Die Wunschfliese wurde gefunden, bestellt und die Bestellung storniert, weil sie wegen Qualitätsproblemen für wenigstens zwei Monate nicht mehr lieferbar war. Neue Bestellung, neues Glück, aber 2012 keine Lieferung mehr.