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Asphaltträume

Das Erlebnis Straße in seiner ursprünglichen Form erfahren, mit beiden Händen das Lenkrad auf der Ideallinie durch eine Kurve schieben und automobile Bewegung unter strahlend blauem Himmel atemberaubend neu erleben - das definiert einen Roadster.

17 Jahre lang hatte ich keine Ahnung davon. Autobahn, Stau, Baustellen, tote Zeit auf der Straße, das Auto als notwendiges Übel. All das änderte sich in wenigen Sekunden, und wer mich kennt, der kann sich eigentlich nur wundern. Manchmal wundere ich mich auch. So fing es an - mein smart Roadster Coupe.

Noch jung und schon ein Klassiker

Smart hat für den Roadster kaum Werbung gemacht, was sehr verwunderlich ist, denn der Entwurf begann mit klaren Designentscheidungen, die zum Ursprung dieser Klasse von Autos zurückkehren sollten: Reiner Fahrspaß. Und genau das wurde erreicht.

Aufgrund der fehlenden Werbung kennt das Auto kaum jemand und Ende 2005 ist die Produktion wegen zu geringer Nachfrage eingestellt worden. In wie weit Werbung den Absatz vergrößert hätte, kann nicht mit Sicherheit beantwortet werden, aber daneben gibt es noch andere Gründe, warum ein Roadster kein Massenprodukt werden kann. Tatsache ist, dass viele Leute Angst haben, ihre Individualität, ihre Emotionen und ihre Träume auszuleben. Für diese Leute ist ein Roadster definitiv das falsche Auto. Die so gut wie nicht vorhandene Transportkapazität spricht nur in so weit gegen ihn, wie sie gegen kleine Stadtautos spricht, die sich durchaus verkaufen, aber natürlich auch nie an den Erfolg eines Golf herankommen. Und schließlich lag der Neupreis wohl deutlich über der Schmerzgrenze, denn wie ein Händler sagte: Seit den Rabatten zum Abverkauf der restlichen Fahrzeuge lief der Verkauf fantastisch - zu spät.

Und so wird der Roadster trotz seines jungen Alters von der Presse schon als vergangener Klassiker gefeiert.

Roadsterfahrer grüßen sich

Es gibt eine sehr lebhafte Gemeinschaft von Roadsterpiloten, die sich vor allem im Smart Roadster Club trifft und dort alle Themen rund um den Roadster diskutiert, von Einsteigerfragen über tiefgehende technische Themen bis hin zu Berichten von Rennfahrern. Gemeinsam geht es oft zu Treffen und Touren, z.B. durch Spessart oder Eifel, um den Roadster in seinem eigentlichen Element zu genießen.

Und in dieser Gemeinschaft grüßt man sich, wenn man auf der Straße einen anderen Roadster sieht.

Kein Roadster wie jeder andere

Der Roadster ist eindeutig ein Fahrzeug für Individualisten. Vielleicht liegt es daran, vielleicht liegt es auch Einsparungen bei der Ausstattung, um den ehemals hohen Serienpreis nicht noch weiter zu erhöhen, dass er so gerne verändert wird. Mein Roadster ist inzwischen auch nicht mehr serienmäßig.